Reichweite, Aufladen, Fördermöglichkeiten: Was Sie beim Umstieg aufs E-Auto beachten sollten

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Reichweite, Aufladen, Fördermöglichkeiten: Was Sie beim Umstieg aufs E-Auto beachten sollten
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  • Von deutschewhiskybrenner
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66 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, ein reines Elektroauto anzuschaffen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Energiekonzerns E.ON Deutschland und durchgeführt vom Online-Portal Statista.

Worauf aber muss man achten, wenn man sich für einen Stromer entscheidet? Welche Rolle spielen Reichweite und Lademöglichkeiten? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Fünf Aspekte sollten Sie im Auge behalten, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden:

1. Was kostet mich ein Elektro-Auto?

Umwelt- beziehungsweise Klimaschutz ist das wichtigste Argument für den Kauf eines E-Autos. Wenn es ums Geld geht, kommt jedoch schnell die Frage "Lohnt sich der Umstieg?". E-Autos sind in der Anschaffung teurer als Verbrenner. Die ersten E-Flitzer gibt es ab circa 20.000 Euro Listenpreis, doch die meisten Modelle liegen eher bei 30.000 bis 40.000 Euro.

Allerdings fließen in den Kostenvergleich noch zahlreiche weitere Faktoren ein. Da sind zum einen die Verbrauchskosten für den Strom. Diese liegen im Schnitt niedriger als die Kosten für Benzin oder Diesel. In einer Beispielrechnung zeigte das Portal "smarter-fahren.de", wie ein Elektroauto "beim Verbrauch jährlich 348 Euro gegenüber Diesel und sogar kräftige 758 Euro gegenüber dem Benziner" spart. Abhängig von variablen Faktoren wie Fahrverhalten oder Umwelteinflüssen.

Auch die Kosten für Wartung und Reparaturen sind bei E-Autos deutlich niedriger. Vor allem profitiert man als E-Fahrer jedoch von zahlreichen Förderungen und Vergünstigungen. Diese treiben die Gesamtbetriebskosten noch einmal kräftig nach unten.

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2. Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Die Bundesregierung unterstützt den Kauf von Elektro-Autos mit dem sogenannten Umweltbonus. Bei rein elektrischen Fahrzeugen mit einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro beträgt der Bonus satte 6.000 Euro. Bei teureren Modellen sind es immerhin noch 5.000 Euro.

Der Umweltbonus wird jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Er gilt bis zum 31. Dezember 2025, rückwirkend für alle Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden.

Reichweite, Aufladen, Fördermöglichkeiten: Was Sie beim Umstieg aufs E-Auto beachten sollten

Hinzu kommt eine Innovationsprämie, die den staatlichen Anteil noch einmal verdoppelt. So kommt man auf eine maximale Förderung von 9.000 Euro bei E-Autos bis zu einem Preis von 40.000 Euro. Die Innovationsprämie wurde von der Ampelregierung bis Ende 2022 verlängert.

Trotzdem solle man genau hinsehen, betont Daniel Druschke, Technikexperte des ADAC Berlin-Brandenburg, im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn "nicht alle Modelle werden gefördert". Auch die Antragsstellung sei etwas kompliziert. Informationen dazu finden sich auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das die Zuschüsse verwaltet.

Darüber hinaus gibt es noch weitere finanzielle Vorteile. So entfällt für neu zugelassene E-Fahrzeuge die Kfz-Steuer für einen Zeitraum von zehn Jahren. Und selbst bei der Versicherung gewähren viele Anbieter günstige Konditionen. Es lohnt sich also zu vergleichen.

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3. Wie ist die Reichweite des Fahrzeugs?

Eines der am meisten diskutierten Themen bei E-Autos ist die Reichweite. Dabei hat sich die Leistungsfähigkeit der Akkus in den letzten Jahren stark verbessert. Reichweiten von 300 bis 400 km sind durchaus üblich. Zumindest, wenn man den Herstellerangaben glaubt. Experten rechnen jedoch meist mit einem Drittel weniger realer Reichweite. Denn diese ist abhängig von zahlreichen Faktoren wie der individuellen Fahrweise, dem Zustand der Akkus oder auch der Außentemperatur. "Im Winter kann die Leistungsfähigkeit der Akkus rapide sinken", warnt auch Daniel Druschke.

Der ADAC-Experte empfiehlt eine Fahrsimulator-App, um individuelle Bedürfnisse zu ermitteln. Die App verfügt über eine Datenbank verschiedenster Fahrzeugmodelle. Wenn man die App einfach bei Fahrten mit dem aktuellen Auto mitführt, lasse sich ablesen, wie die Fahrt mit einem E-Auto verlaufen wäre. "Die App zeigt den Stromverbrauch an, aber auch, wo Lademöglichkeiten sind und wie lange ich dort zum Aufladen brauche."

Die meisten Fahrzeughalter würden mit ihrem Wagen hauptsächlich zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren. Dafür sieht Druschke keinerlei Problem. Und bei Urlaubsfahrten müsse man eben ein bisschen planen. "Wenn man vorher Diesel gefahren ist, ist das schon eine Umgewöhnung", sagt Druschke. "Aber wenn man gewillt ist, E-Auto zu fahren, ist es nicht kritisch."

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4. Wie sieht es mit dem Aufladen aus?

Lange Ladezeiten waren lange ein Problem bei E-Autos. Doch diese Zeiten scheinen vorbei. "Die meisten E-Autos bieten Schnellladesysteme an", sagt Daniel Druschke. "Damit kann man dann in einer halben Stunde auf 80 Prozent aufladen und wieder 200 km fahren."

Allerdings empfiehlt Druschke unbedingt eine Wallbox. Zwar könne man den Akku auch an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen, aber das dauere dann tatsächlich sehr lang. Bei der Wallbox kommen jedoch einige zusätzliche Kosten hinzu, denn diese muss vom Elektriker installiert werden.

Auch das Ladekabel spielt eine Rolle. Ein kürzeres Kabel ist zwar energieeffizienter, kann aber im Alltag Nachteile mit sich bringen – gerade bei öffentlichen Ladepunkten. Um flexibel zu bleiben, sollte das Kabel mindestens einmal um den kompletten Wagen reichen.

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5. Lohnt sich der Gebrauchtkauf?

Noch ist der Gebrauchtmarkt für E-Autos übersichtlich. Aber das kann auch ein Vorteil sein, wie Daniel Druschke betont. Die Gebrauchten sind oft noch gut in Schuss, die Akkus noch leistungsfähig. "Man kann gebraucht ein Schnäppchen machen", sagt Druschke. Einer der Gründe: Elektroautos haben weitaus weniger Verschleißteile und sind dementsprechend weniger anfällig. Elektromotoren haben eine wesentlich höhere Lebensdauer als Verbrenner. Und auch die Akkus halten sehr lang. Manche Hersteller geben bereits bis zu acht Jahre Garantie auf die Akkuzellen.

Hinzu kommt, dass auch gebrauchte Fahrzeuge vom Staat bezuschusst werden. Die Höhe der Förderung ist dabei abhängig vom Zeitpunkt der Zulassung und der Laufleistung. Auch hier gibt die Website der BAFA nähere Auskunft.

Über den Experten: Daniel Druschke ist Technikexperte des ADAC Berlin-Brandenburg.

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