Pelletspreise: Vom restlichen Brennstoff-Markt unbeeindruckt?

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MailCarolin Föste, agrarheuteam Dienstag, 19.10.2021 - 12:45(4 Kommentare)

Die aktuellen Heizkosten geben Anlass zur Sorge, vor allem bei den fossilen Brennstoffen. Nun steigen jedoch auch die Pelletspreise bundesweit. Bleibt der Preisvorteil gegenüber fossilen Brennstoffen dennoch stabil?

Aktuell steigen die Pelletspreise, wenn auch gemächlicher als Heizöl- und Erdgaspreise. Das sei saisonüblich, so das Deutsche Pelletinstitut (DEPI). Geschäftsführer Martin Bentele erläutert: „Stabil und sicher, das trifft seit Jahren auf den Preisverlauf von Holzpellets zu.“ Der aktuell festzustellende Anstieg sei zu Beginn der kalten Jahreszeit normal. „Wieder einmal zeigt sich, dass der heimische Markt für Sägenebenprodukte nicht vom globalen Handel mit fossilen Brennstoffen beeinflusst wird – außer mittelbar durch z.B. den Dieselpreis.“

Pelletspreis: Großer Vorteil gegenüber Heizöl und Erdgas

Im Durchschnitt liegt der Pelletspreis für eine Tonne (t) bei 248,08 Euro (Abnahme 6 t). Die Erhebung des DEPI verzeichnet damit ein Plus von 4,8 Prozent zum September und von 9,1 Prozent zum Vorjahr.

Pelletspreise: Vom restlichen Brennstoff-Markt unbeeindruckt?

Ein Kilogramm Pellets kostet 24,81 Cent, die kWh Wärme 4,96 Cent. Der Preisvorteil zu Heizöl, bzw. Erdgas beträgt 45 bzw. 24 Prozent, wobei hier die enorm gestiegenen Großhandelspreise noch nicht vollständig abgebildet sind.

Preise entwickeln sich regional unterschiedlich

Beim Preis für Holzpellets ergeben sich im Oktober 2021 regional folgende Unterschiede (Abnahmemenge 6 t): In Mitteldeutschland kosten Pellets 243,55 Euro/t und sind wie schon im Vormonat am günstigsten. In Nord- und Ostdeutschland beträgt der durchschnittliche Pelletspreis 248,96 Euro/t, in Süddeutschland 249,02 Euro.

Größere Mengen (26 t) werden im Oktober 2021 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 236,86 Euro/t, Mitte: 226,16 Euro/t, Nord und Ost: 233,60 Euro/t (alle inkl. MwSt.).

Investition in Pellets und Pelletheizung

Der Bund fördert die Umstellung von Ölheizungen auf Pelletheizungen mit bis zu 45 Prozent Kostenübernahme. Diverse Installationskosten und die Demontage der Ölheizung können unter die Förderung fallen. Der Wechsel ist dem Institut nach mittelfristig rentabel.

Besitzer von Pelletheizungen und Pelletkaminöfen müssen die derzeitigen Schlagzeilen also nicht vor dem Kauf von Pellets fürchten. Das Deutsche Pelletinstitut veröffentlicht die Pelletspreise im monatlichen Rhythmus.

Mit Material von DEPI

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