Die passende Heizung für den kühlen Mallorca-Winter finden

Die passende Heizung für den kühlen Mallorca-Winter finden
Images
  • Von deutschewhiskybrenner
  • 79 Ansichten

Hinzu kommt: Im Gegensatz zu Deutschland sind viele Wohnungen auf der Insel schlecht oder gar nicht isoliert. Mallorquinische Holzfenster schließen selten luftdicht. Nur wenige Immobilien sind beim Einzug schon mit einer Zentralheizung versehen. Erst nach und nach werden Heizelemente bei Neubauten im mittleren und oberen Preissegment mit angeboten.

Die Heizperiode erstreckt sich in der Regel über ein knappes halbes Jahr von Mitte November bis in den April hinein. Die einfachste und schnellste Möglichkeit ist die Elektroheizung. Das Gerät kann im Bau- oder Elektromarkt gekauft werden. Stecker rein, und schon wird es warm. Die Heizungen gibt es in der traditionellen Ausführung auf Rollen oder moderner zum An-die-Wand-Schrauben. Je nach Größe und Leistung kostet ein Standgerät ab 30 Euro. Das ist auf den ersten Blick günstig, aber die Geräte gelten als Stromfresser – langfristig gesehen wird diese Variante teuer.

Ebenfall tragbare Standgeräte gibt es bei den Gas- und Paraffinöfen. Die Anschaffung ist teurer als bei den Elektrogeräten, und es kommen noch die Brennstoffkosten hinzu. Zudem erfolgt das Verbrennen nicht gänz-lich geruchslos. Im Verbrauch jedoch fallen die Öfen günstiger aus.

Komfortable Wärmepumpe

Zu den gebräuchlichsten Heizungen auf der Insel zählt die Wärmepumpe. Die bomba de calor funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank – dieser entzieht mit einem Kältemittel dem Innenraum die Wärme und kühlt dadurch die Lebensmittel. Die warme Luft wird praktisch verschenkt. Bei der Wärmepumpe wird die Hitze hingegen gezielt umgeleitet. Der Einbau erfolgt in der Regel im Fußboden, der Komfort ist groß: Die Füße werden gewärmt, die aufsteigende warme Luft heizt den Raum gleichmäßig. Der Nachteil ist offensichtlich: Der Einbau einer Fußbodenheizung geschieht nicht von einem Tag auf den anderen. Zwischen 40 und 80 Euro pro Quadratmeter muss man für die Installation kalkulieren. Der Verbrauch ist dann vergleichsweise gering, wobei es aber eine gewisse Anlaufzeit braucht, bis der Raum geheizt ist.

Klimaanlage auch im Winter

Nicht ganz so angenehm, dafür aber günstiger ist der Einsatz einer Klimaanlage. Der technische Fortschritt in den vergangenen Jahren hat dafür gesorgt, dass der Stromverbrauch drastisch reduziert wurde. Während Elektroheizung und Öfen im Sommer einstauben, wird die Klimaanlage praktisch das ganze Jahr genutzt. Die Geräte selbst gibt es ab 400 Euro, aber den Einbau sollte ein Fachmann vornehmen. Mit in etwa 900 Euro pro Zimmer muss daher gerechnet werden.

Die modernste Lösung gegen die Kälte ist die Infrarotheizung. Sie strahlt eine Oberfläche an, die dadurch erhitzt wird. Boden, Decke oder Wände fungieren dadurch als Heizelemente. Sind die Mauern einmal aufgewärmt, kann der Stecker gezogen werden. Die Anschaffung der Geräte ist teuer. Je nach Größe und Design der Platten muss mit 500 bis 1.800 Euro gerechnet werden. Wobei eine Infrarotheizung schwerlich für die ganze Wohnung ausreicht.

Für mollige Wärme sorgt ein Pelletofen, der ebenfalls nicht zu den günstigsten Lösungen gehört. Im Gegensatz zum konventionellen Kamin hat der Ofen einen automatischen Einschub für die Pellets. Nicht zu vernachlässigen ist die Lautstärke, manche Geräte brummen ordentlich. Über ein Thermostat kann zwar die Temperatur eingestellt werden, exakt wie bei einer Klimaanlage funktioniert das aber nicht. Der Ofen an sich kostet zwischen 800 und 4.000 Euro, hinzu kommen Kosten für Installation und Wartung. Die Pellets gibt es im Baumarkt zu kaufen, in der Regel werden sie gleich palettenweise und kostenlos nach Hause geliefert.

Unabhängig vom Heizgerät darf im Winter die Luftfeuchtigkeit nicht vernachlässigt werden. Häuser und Wohnungen auf der Insel neigen zur Schimmelbildung. Regelmäßiges Lüften ist Pflicht, auch wenn dabei ein Teil der kostbaren Wärme entfleucht. Alternativ kann auch ein elektronischer Luftentfeuchter angeschafft werden. Doch der kostet Geld und macht sich auf der Stromrechnung bemerkbar.